Seite 419 der Zitate-Sammlung
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Der Humor trägt die Seele über Abgründe hinweg und lehrt sie mit ihrem eigenen Leid spielen.
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Es gibt eigentlich gar keinen Genuss anders als im Gebrauch und Gefühl der eigenen Kräfte, und der größte Schmerz ist wahrgenommener Mangel an Kräften, wo man ihrer bedarf.
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Wir fühlen den Schmerz, aber nicht die Schmerzlosigkeit; die Sorge, aber nicht die Sorglosigkeit; die Furcht, aber nicht die Sicherheit.
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Ich weiß kein schöneres Gebet als das, womit die altindischen Schauspiele schließen: Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben.
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Wer ganz mit seinem Schmerz allein, der lernt den Schmerz genießen.
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Gesundheit kommt vom Herzen, Krankheit geht zum Herzen.
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Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.
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Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiss wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt.
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Die Zeit heilt Schmerzen und Streitigkeiten, weil der Mensch sich ändert. Weder der Beleidiger noch der Beleidigte bleiben, was sie einmal waren.
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Der gesunde Mensch ist schön und sein Zustandekommen erstrebenswert. Aber es muss ein bißchen irgendwelcher Krankheit in ihn kommen, dass er auch geistig schön werde.
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